Wem das Lächeln fehlt, dem fehlt ein Flügel (Truman Capote).

Brasilien von A bis Z

A   B   C   D   E   F   G   H   I   J    K   L   M   N   O   P    Q   R   S   T   U   V    W   X   Y   Z

 

A

Apotheken

Die Apotheken heissen in Brasilien "Farmácia" oder "Drogaria" und sind meistens einem Supermarkt sehr ähnlich. Die meisten Apotheken sind von 8 bis 21 Uhr geöffnet und viele haben einen 24-Stunden-Service, inkl. per Telefon.

Auto / Rent a Car

Um ein Auto zu mieten, braucht man den internationalen Führerschein. 25% Selbstbeteiligung plus Bezahlung von 30 Tagen Gewinnausfall im Falle eines Diebstahls sind in Brasilien üblich. Unfallschäden schliesst die Versicherung allerdings ein. Bei Anmietung eines Autos ist eine internationale Kreditkarte erforderlich. Alle mittleren und grösseren Städte haben Vertretungen internationaler Autoverleihe wie Avis, Hertz oder nationaler Gesellschaften wie z.B. die bekannten Localiza und Unidas. Bei vielen Autoverleihe braucht man viel Geduld, weil die MitarbeiterInnen gar kein Englisch können.

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B

Banken

Banken sind in Brasilien reichlich vorhanden und normalerweise Mo-Fr von 10-16 und in kleinen Städten von 9-12 Uhr geöffnet. Man sollte sich nicht von den langen Schlangen vor Öffnung der Banken schrecken lassen; es gibt häufig Sonderschalter für Geldwechsel/Scheckeinlösung mit dem Hinweis "câmbio". Am besten tauscht man Dollarnoten und US-Dollar-Traveller-Cheques. Euro und Schweizer Franken u.a. kann man aber bei Banco do Brasil in den grössten Städten wechseln. Den Reisepass muss man immer mitbringen. Bei Banco do Brasil, Citibank, HSBC etc. kann man Geld mit gewissen Kreditkarten bei den automatischen Geldzellen abheben.

Bei Reisebüros kann man, in den grössten Städten, Geld wechseln, aber da nur Dollarnoten. Die gängigsten Kreditkarten in Brasilien sind die VISA und Mastercard. EC-Karten werden in der Regel bei automatischen Geldzellen und in vielen Geschäften akzeptiert.

Bildungswesen

s. Brasilien im Detail.

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C

Camping

In Brasilien sind Zelten oder Campen bei weitem nicht so verbreitet wie in Europa oder Nordamerika. Die Campingplätze liegen meist relativ weit ausserhalb der Städte, dafür aber vor allen Dingen an der Küste oft malerisch und ruhig.

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D

Devisen

s. Währung.

Diplomatische und konsularische Vertretungen

In brasilianischen Grossstädten findet man viele diplomatische und konsularische Vertretungen. Eine Liste von der diplomatischen und konsularischen Vertretungen in Brasilien kann man unter www.mre.gov.br finden. Für brasilianische diplomatischen und konsularischen Vertretungen in der Schweiz unter anderem wenden Sie sich an Ciga Brasil.

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E

Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen

Man benötigt für die Einreise einen Pass, der noch mindestens 6 Monate gültig ist. Ein Rückreiseticket und ausreichende Geldmittel für den Aufenthalt werden erwartet. Touristen dürfen sich bis zu 3 Monaten im Land aufhalten, aber keine bezahlte Arbeit annehmen. Eine Aufenthaltsverlängerung ist gegen Zahlung einer geringen Gebühr möglich. Sie muss bei der "Polícia Federal" beantragt werden. Will man länger als 6 Monate bleiben, muss man in eines der Nachbarländer aus- und nach mindestens einem Tag wieder einreisen.

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F

Fotografieren

Filme der Marken Kodak und Fuji und andere gibt es auch in Brasilien zu kaufen, allerdings sind sie verhältnismässig etwas teurer als zu Hause. Eine Filmentwicklung in Brasilien ist unproblematisch, aber ebenso etwas teurer. Man sollte eventuell daran denken, die Kameras möglichst vor Feuchtigkeit, Staub, Sand und Strassenkindern zu schützen.

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G

Geldwechsel und Kreditkarten

s. Banken.

Geschäftszeiten

Die meisten Geschäfte haben werktags von 9-18:30 Uhr, samstags von 9-13 Uhr geöffnet. Viele Geschäfte in kleinen Städten haben von 12 bis 14 Uhr geschlossen, dagegen öffnen Bäckereien und Metzgereien oft schon vor 7 Uhr morgens. In Shopping Centers und auch in vielen Supermärkten kann man bis 22 Uhr einkaufen. Einige grössere Supermärkte haben auch einen 24-Std.-Service. In Büros sowie Behörden erreicht man die Angestellten in der Regel Mo-Fr von 9-17 Uhr. Die meisten Shopping- Centers sind ein Luxusparadies, besonders in Städten wie São Paulo und Belo Horizonte, was traurig und bedauerlich für das Land ist, da sie Seite an Seite mit Elendsvierteln existieren.

Abgesehen von Shopping Centers, grössere Supermärkte und Geschäfte sind die automatischen Maschinen beispielsweise für Kaffee, Getränke und Snacks nicht üblich in Brasilien. Und dies weil die Arbeitslosigkeit hierzulande zu hoch ist. Sie kommen trotzdem allmählich zum Alltagsleben der Bevölkerung.

Gesundheitliche Vorsorge

Leitungswasser sollte man lieber nicht trinken. Mässig essen, gut salzen und viel trinken (ca. 3 Liter am Tag). Unterwegs keine Mayonnaise, Tartar,  zu sich nehmen. Grüner Salat kann in den Tropen gefährlich werden. Das bedeutet überhaupt nicht, dass wir keinen grünen Salat essen können, sondern vorsichtig sein. Selbstverständlich die "sauberen verpackten Salate" sind auch in Brasilien zu finden; sie sind aber verhältnismässig zu teuer. Kein bereits geschältes Obst am Basar kaufen, immer selbst schälen. Am liebsten sollte man im Supermarkt einkaufen. Viel Händewaschen, häufig duschen.

Die Intensität der tropischen Sonneneinstrahlung sollte man nicht unterschätzen. Die Anschriften von deutsch- und englischsprachigen Ärzten kann man notfalls über die Konsulate bekommen. Man sollte sich vergegenwärtigen, dass es auch in Brasilien gute Ärzte und Krankenhäuser gibt. Die wichtigsten Universitäten verfügen über eine sehr gute Forschungsqualität ("medical excellence", Biotechnologie, Informatik, Gen-Technologie), obwohl sie gar kein Geld bekommen und nicht auf den ersten Seiten der europäischen Zeitungen erscheinen.

Brasiliens Aids-Programm gilt als vorbildlich. Prävention wird seit Jahren im grossen Stil betrieben, und Aidskranke werden vom Staat gratis mit den notwendigen, kostspieligen Medikamenten und Serviceleistungen versorgt. Das Land verfolgt seit den neunziger Jahren ein vielfach gelobtes Aids-Präventions- und –Versorgungsprogramm. Der Staat setzt sich massiv für den Gebrauch von Kondomen ein. Seit 1996 ist die Gratisabgabe gesetzlich als Patientenrecht verankert. Brasilien produziert für sein Aids-Programm schon seit Jahren Generika in grossem Umfang; für jene Medikamente, die von den internationalen Pharmafirmen vor 1997 patentiert worden sind, besteht in Brasilien kein Patentschutz. Lediglich die Patente für Aids-Medikamente, die danach kommerzialisiert worden sind, sind auch für Brasilien bindend, was das ganze Programm jedoch gefährdet. Harte Preisverhandlungen mit den jeweiligen Anbietern gehören deshalb zum jährlich wiederkehrenden Ritual.

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H

Handy

In Brasilien wird zum grössten Teil das Handy-Netz im 1900 Bereich (analog USA) betrieben. Nach unserem Wissen besteht seit 2002 ein Roaming-Abkommen zwischen Swisscom, Orange und Brasilien. Allmählich gewinnt das europäische System an Terrain. Informieren Sie sich bei Ihrem Telefonanbieter vor der Abreise.

Hotels

s. Unterkunft.

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I

Impfungen

Brasilien verlangt keine Impfnachweise. Empfehlenswert sind dennoch Tetanus-Impfung und eine Gammaglobulin-Injektion zur Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte gegen Hepatitis. Bei Reisen in das Amazonasgebiet und das Pantanal sind Malaria-Prophylaxe und Gelbfieber-Impfung dringend anzuraten.

Internet

Auch Brasilien ist mit einer unübersehbaren Fülle von URLs im Internet vertreten. Viele Angebote sind aber nur auf portugiesisch verfügbar. ISDN, ADSL und weitere Technologien sind auch in Brasilien keine Fremdwörter, was Internet anbelangt. Siehe auch Links.

- EMBRATEL: Service der Telefongesellschaft (auch auf Englisch).

- EMBRATUR: Informationen der staatlichen brasilianischen Fremdenverkehrsbehörde (auch auf Englisch).

- Hotels in Brasilien: Auf Englisch, Portugiesisch und Spanisch.

- Amazônia: Official site auf Englisch und Portugiesisch.

- Schwulen- und Lesben-Organisationen in Brasilien: Auf Portugiesisch.

- IBGE: Informationen des staatlichen IBGE über Statistiken und Landkarten zu Brasilien (auch auf Englisch).

- EMBRAPA: Sehen Sie Brasilien aus dem All (Portugiesisch).

- INPE: Informationen des brasilianischen Weltraumforschungs-Instituts INPE, u.a. Satellitenbilder von Amazonien (auch auf Englisch und Spanisch).

- ESTADO DE MINAS: Zeitung "Estado de Minas" in Belo Horizonte.

- O ESTADO DE S. PAULO: Zeitung "O Estado de São Paulo". 

- O GLOBO: Zeitung "O Globo" in Rio de Janeiro.

- Rede Globo: Fernsehen Brasiliens. "TV Globo".

- ISTOÉ: Zeitschrift Brasiliens. "Isto É".

- UFMG: Informationen der Bundesuniversität Minas Gerais in Belo Horizonte.

- USP: Informationen der Staatsuniversität São Paulo. 

- UNB: Informationen der Universität Brasília im Federal Distrikt.

- UNICAMP: Informationen der Staatsuniversität Campinas in São Paulo (general overview of the university in English). Für weitere Universitäten, klicken Sie hier.

- UOL: Allgemeine Informationen, Spass, Chat, Kultur, e-cards usw.

- ZAZ / TERRA: Allgemeine Informationen, Spass, Chat, Kultur, e-cards usw.

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J

Jugendherbergen

Seit 1987 gibt es auch in Brasilien Jugendherbergen, die zumeist sauber und empfehlenswert sind. Übernachten kann man dort mit einem brasilianischen oder einem internationalen JH-Ausweis. Die Altersbeschränkung liegt bei 45 Jahren.

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K

Karten 

Ausserhalb von Rio und São Paulo ist es meist schwer, aktuelle und genaue Karten und Stadtpläne zu bekommen. Einfache Stadtpläne sowie eine aktuelle Autokarte des Landes enthält der jährlich neu aufgelegte Guia Quatro Rodas. Der Reiseführer Brasilien mit Landeskunde von Siegfried Schacht und Almute Heider (Mai's Weltführer; Nr. 24), enthält im Anhang einen kompletten Reiseatlas Brasiliens mit eigenem Ortsregister.

Kleidung

Brasilien ist ein warmes Land. In Südbrasilien, aber auch schon in den Bundesstaaten São Paulo und im Süden Minas Gerais, kann es im brasilianischen Winter (Juni bis August) und manchmal am Ende des Herbsts (Mai) jedoch genug kühl, ja sogar empfindlich kalt werden und zu Frost und Schneefall kommen. Siehe auch Städte. Durch die mangelnde Isolierung der Häuser empfindet man die Kälte noch stärker als in Deutschland, wo man eine Heizung hat. Auch die Klimaanlagen in Hotels, Kaufhäusern u.a. sind oft sehr kühl eingestellt.

Brasilien ist, was die Kleidung anbetrifft, kein sehr formalistisches Land, dagegen einer der grössten Mode-Exporteure der Welt. Mit normaler Freizeitkleidung liegt man meistens richtig, aber Männer mit Bermudas geben sich in den Innenstädten (Stadtzentrum) sofort als Touristen zu erkennen. Es sei denn, man will in ein wirklich schickes Restaurant oder in eine Diskothek. Dann kann es schon sein, dass ein Jackett erwartet wird!

Kriminalität

s. Sicherheit.

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N

Natel

s. Handy. 

Naturparks

s. Brasilien im Detail.

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O

Öffentlicher Verkehr

Die Stadtbusse, bei denen man in vielen Städten hinten ein- und vorne aussteigt, sind günstig, aber häufig überfüllt in Rio und in São Paulo. Es ist aber nicht schlimmer als in New York, Los Angeles, Tokyo, Moskau, Rom oder Paris z. B. Dies passiert nicht häufig in den anderen Städten. Am besten erkundigt man sich vorher nach dem Preis und hält das abgezählte Kleingeld schon beim Einstieg für den Kassierer bereit. In Städten wie Belo Horizonte und Rio de Janeiro kann man elektronische Busskarten bei offiziellen Stellen beziehen. Billetautomaten sind selten zu finden und dies insbesondere wegen der sehr hohen Arbeitslosigkeit hierzulande. Das Endziel des Busses ist vorne angeschrieben, will man aussteigen, zieht man an der Klingelschnur; in den modernen Bussen gibt es Haltewunschknöpfe.

Auch für lange Strecken ist der Bus das gängige Verkehrsmittel in Brasilien. Überlandbusse sind nicht allzu teuer, auf den Hauptstrecken recht komfortabel und normalerweise auch pünktlich. Verbindungen gibt es zwischen allen grösseren Städten und von der jeweiligen Stadt in alle kleinen Orte der Umgebung. Für lange Strecken kann man zwischen drei verschiedenen Busskategorien auswählen: "Convencional" (die günstigste Kategorie), "Executivo" und "Leito" (die teuerste). Wer die Kategorie Leito nimmt, mit drei komfortablen Liegesitzen pro Reihe, ausgerüstet mit Klimaanlage, Decken, Kissen, Kaffeemaschine und Mineralwasser (dazu eventuell noch ein kleiner Lunch) bezahlt den doppelten Preis. Die Kategorie Executivo verfügt übrigens auch über klimatisierte Wagen. Kaffee und Mineralwasser werden hier auch eventuell angeboten, wenn das Reiseziel zu weit ist.

Nur in Rio de Janeiro und in São Paulo gibt es ein nennenswertes innerstädtisches Metronetz, dem auf jeden Fall der Vorzug vor den Stadtbussen zu geben ist. Recife, Porto Alegre und Belo Horizonte bieten auch ein Metronetz an.

Fliegen in Brasilien ist sehr teuer. Deshalb gibt es so genannten Flugpässe der drei wichtigen nationalen Fluggesellschaften Varig und TAM, die Sie aber schon in Europa bei einem Reisebüro kaufen müssen. Sie berechtigen zu fünf beliebigen Inlandflügen innerhalb von 21 Tagen und kosten ab 400 US$. Reiseziele und Daten müssen vorher allerdings festgelegt werden. Fast jede wichtige Stadt hat einen grösseren modernen Flughafen mit den dazugehörigen Dienstleistungen wie Autoverleih, Reservationsbüros usw.

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P

Politik

Brasilien ist heutzutage eine Demokratie mit Präsidialsystem und einer der stärksten Meinungs- und Pressefreiheit und öffentliche Bereitschaft der Welt. Die brasilianische Bundesverfassung sieht eine Menge von Menschen- und Sozialrechte vor. Gemäss Bundesverfassung sind auch das Referendum (eine Art Volksabstimmung) sowie das Plebiszit, das Initiative- und Petitionsrecht keine fremden Wörter für das brasilianische politische System. Brasilien gilt als viertgrösste Demokratie der Welt.

Post

Die Postämter Correios sind Mo-Fr von 8 bis 17 Uhr, samstags von 8-12 Uhr geöffnet und an einigen Flughäfen und Shopping Centers bis 21 Uhr. Briefe nach Europa brauchen von grösseren Städten 5-7 Tage, aus abgelegenen Regionen oft 10 Tage, wenn man das Wort "prioritário" auf die Karte schreibt. Im Gegenteil brauchen sie generell bis 15 Tage (econômico).

Alle grösseren Postämter und Telefonämter haben Fax- und FS-Service. Telefonieren kann man aber nur in Telefonämtern, z.B. Telefônica in São Paulo und Telemar in Rio, Minas Gerais und Nordosten Brasiliens.

Die grösseren Postämter haben auch automatische Postzellen, wo man Briefmarken mit Münzern kaufen kann. Correios Homepage.

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R

Reisezeit

Das Amazonasgebiet sollte man wegen besonders starker Regenfälle in den Monaten April bis Juni meiden. Relativ trocken sind demgegenüber hier die Monate August und September. Im Nordosten und in Rio de Janeiro sind die brasilianischen Sommermonate Dezember bis Februar besonders heiss (bis 42º C). Im Süden und Teils Südosten sind dagegen die brasilianischen Wintermonate Mai bis August relativ kalt. Gelegentlich kann es in dieser Zeit hier stellenweise sogar zu Frost und Schneefall kommen. Die beste Zeit für das Pantanal sind die Monate Mai bis Anfang September, denn in dieser Trockenzeit drängen sich auf den Landinseln die Tiere und sind so am leichtesten zu beobachten. In der Regenzeit dagegen überflutet das Hochwasser alles.

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S

Sicherheit

In letzter Zeit wird in unseren Medien sehr viel von Gewalt und Kriminalität in brasilianischen Grossstädten berichtet, so dass man den Eindruck bekommen kann, sich dort überhaupt nicht mehr frei bewegen zu können. Dieser Eindruck ist jedoch falsch, wenngleich die Kriminalität, die ihre Ursache oft im sozialen Elend eines Grossteils der Bevölkerung hat, zweifellos vorhanden ist. Es ist nicht viel schlimmer als in andere Metropolen weltweit.

Touristen müssen am häufigsten unter Taschendiebstahl leiden, besonders in Rio und São Paulo. In diesem Fall leistet man am besten keinerlei Gegenwehr und gibt ohne Zögern alles her, was verlangt wird. Terrorismus, Bürgerkrieg und gewaltige Naturkatastrophen wie in vielen Ländern weltweit gibt es in Brasilien nicht.

Einfache Regeln schützen oft vor unangenehmen Überraschungen:

-  Wertsachen am besten im Hotelsafe lassen, ebenso wie Reisepass, Reiseschecks, Flugticket oder grössere Summen von Geld;

- Alternativ kann man, wenn man diese Sachen braucht, sie in einem Geldgurt direkt am Körper tragen;

- In Rio sollte man auch keine auffälligen Kameras mit in die Stadt nehmen;

- Generell gilt: nur soviel Geld oder Kreditkarten wie nötig mitnehmen und vor allem keine Wertsachen am Strand dabeihaben. Etwas Geld sollte man allerdings schon mit sich führen, sonst könnten Diebe unerwartet brutal reagieren. Abends geht man möglichst in Gruppen bummeln und fährt evtl. mit dem Taxi ins Hotel zurück. In den grösseren Städten soll man niemals das Gepäck aus den Augen lassen und, zum Schluss, aus Übervorsicht nicht jedem Menschen gegenüber misstrauisch sein; die Brasilianer sind sehr fröhliche und hilfsbereite Menschen.

Sprache

Die Landessprache ist Portugiesisch und nicht Spanisch, wie viele Ausländer normalerweise denken. Und es wird auch ausser in besseren Hotels, Touristeninformationen, bei Fluglinien oder internationalen Autovermietungen kaum etwas anderes gesprochen. Viele Leute sprechen ein gutes Englisch, aber klar kann man sie nicht unterwegs erkennen. Mit Spanisch geht man gut durch. Lernen Sie hier ein wenig Portugiesisch für die Reise (Elektronisches Wörterbuch auch mit Hörsystem).

Städte

s. Brasilien im Detail.

Stadtverkehr

Auch der Grossstadtverkehr in Brasilien ist teilweise ein Sicherheitsrisiko. Selbst wenn die Fussgängerampel grün zeigt, sollte man sich vergewissern, dass auch  tatsächlich alle Autos stehen, bevor man die Strasse überquert. Wenn immer möglich durch die Fussgängerzone die Strasse überqueren. Diese bedauerliche Wirklichkeit erlebt man doch nicht in allen Städten Brasiliens. In Brasília z.B. werden die Fussgängerzonen von den Autofahrern hart beachtet.

Stromspannung

Die Spannung beträgt meist 110, ab und zu auch 220 Volt. Im allgemeinen gibt es Zweipolsteckdosen, für Rasierapparate ist also kein Adapter nötig, für Föns eventuell schon. Rio, São Paulo und Belo Horizonte haben meist 110 V, seltener 220 V; Salvador 110 V, Manaus 127 V. In Recife, Brasília und in einer Reihe anderer kleinere Städte beträgt die Spannung 220 V und ein Adapter ist ev. erforderlich.

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T

Taxis

Es gibt in den brasilianischen Städten wenigstens zwei Arten von Taxis: Die preiswerten normalen Taxis, die in einer Stadt immer die gleiche Farbe haben, und die teuren (heutzutage nicht immer) und sicheren Rádio-Taxis, die man telefonisch anfordern kann. Die normalen Taxis werden vom Strassenrand mit erhobenem Arm herbei gewunken. Alle Taxi fahren mit Taxameter. Für Tag- (1) sowie für Nacht- und Feiertagsfahrten (2) werden unterschiedliche Fahrpreise eingestellt.

Wie in den meisten Ländern muss man auch hier darauf achten, nicht zuviel zu bezahlen. Vor allem die Taxifahrer in Rio versuchen hemmungslos, Touristen auszunehmen. Und nicht nur die Ausländer! Vor längeren Fahrten sollte man unbedingt einen Festpreis vereinbaren. Festpreise zahlt man auch an den meisten Flughäfen, wenn man sich vor Antritt der Fahrt am Taxi-Schalter einen Fahrschein für das gewünschte Ziel besorgt. Fahrten mit Rádio-Taxis oder Flughafen-Taxis sind kaum billiger als in Mitteleuropa.

Telefon

Brasilien ist mit anderen Ländern durch das internationale Direktwählsystem verbunden. Vom Hotel aus kostet ein Gespräch viel mehr als auf den Telefonämtern (z.B. Telefônica in São Paulo und Telemar in Rio, Belo Horizonte und im Nordosten Brasiliens). Zudem Embratel im ganzen Land. Abends nach 9 bis 5 Uhr, samstags nachmittags und sonntags ist das Telefonieren in der Regel bis zu 50% billiger. Ins Ausland direkt nach der Schweiz z.B. muss man: 00 (XX)* 41 plus Telefonnummer. R-Gespräche ins Ausland sind von Telefonämtern möglich, nach Deutschland gibt es diesen Service allerdings nicht.

Bei R-Gesprächen im Inland muss man vor der Nummer eine 9 wählen. Will man für Inlandstelefonate öffentliche Telefonzellen benutzen,  muss man sich auf der Post, am Kiosk oder in Bars fichas telefônicas (Telefonmünzen) oder meistens einen cartão telefônico (Telefonkarte), den es in verschiedenen Preiskategorien gibt, besorgen.

* 00 (21) mit Embratel, 00 (23) mit Intelig und 00 (31) mit Telemar.

Toiletten

Öffentliche Toiletten (ausser in Flughäfen und "Rodoviárias"/Busbahnhöfen) entsprechen meistens nicht westlichen Hygienevorstellungen. Benutzen Sie die Toilette in einer Bar oder einem Café, sollten Sie auch ein Getränk bestellen.

Trinkgeld

Von ausländischen Touristen werden Trinkgelder in Hotels, Restaurants usw. erwartet, was angesichts der niedrigen Grundgehälter auch verständlich ist. Brasilianer geben demgegenüber kaum Trinkgeld; ein Aufrunden des Preises ist aber allgemein üblich. Die 10% für den Service sind meist schon in der Rechnung enthalten.

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U

Unterkunft

In allen grösseren und in manchen mittleren Städten Brasiliens findet man Fünf-, Vier- und Drei-Sterne-Hotels, deren Komfort und Service europäischen Erwartungen entspricht. Neben Hotels gibt es sogenannte Pousadas, kleinere Pensionen mit familiärer Atmosphäre und günstiger. Motels an den Ausfallstrassen grösserer Städte sind nicht wie in Europa Hotels an Fernstrassen, sondern werden stundenweise vermietet. Hotels in Brasilien.

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W

Währung

Brasiliens Währungseinheit ist der Real (R$), der in 100 Centavos (c) unterteilt ist. 1 Dollar = ca. 1,80 Reais (Stand: Februar 2010). Es gibt Noten von 1, 5, 10, 20, 50 und 100 Reais.

Wirtschaft

China, Brasilien und Indien sind heute die wichtigsten Schwellenländer. Sie gelten als zukünftige Riesen der Weltwirtschaft. Brasilien steht, mit all seinen Problemen, unter den zehngrössten Industrieländern weltweit und verfügt über ein enormes Potential in jeder Hinsicht. Gemäss Goldmann Sachs soll Brasilien 2030 die fünftgrösste Wirtschaftsnation der Welt sein.

Siehe auch Wirtschaft und Mineralien.

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Z

Zeitdifferenz

Innerhalb Brasiliens werden normalerweise drei Zeitzonen unterschieden:

- Zone 1: Regionen Nordosten (z.B. Recife und Salvador), Südosten (z.B. Rio de Janeiro und Ouro Preto), Süden (z.B. Iguaçu-Wasserfälle und Florianópolis) und fast Gesamtnorden Brasiliens (Amazonasgebiet). In dieser Zone herrscht die brasilianische Standardzeit. MEZ - 4 Stunden;

- Zone 2: Region Mittelwesten (z.B. Pantanal), ausser Bundesstaat Goiás und die Hauptstadt Brasília, und Region Norden zum Teil (z.B. Teil Bundesstaat Amazonas). MEZ - 5 Stunden;

- Zone 3: Region Norden zum Teil (z.B. Bundesstaat Acre und westlicher Zipfel des Bundesstaates Amazonas). MEZ - 6 Stunden.

Ausserdem bestehen zur brasilianischen Standardzeit 5 Stunden Zeitdifferenz während der europäischen Sommerzeit. Und während der brasilianischen Sommer- und Frühlingszeit (Mitte Oktober bis März) wird der Zeitunterschied auf drei Stunden reduziert. So entspricht 13.00 Uhr in Brasília 16.00 Uhr in Deutschland.

Ferner werden vier Zeitzonen unterschieden:

- Zone 1: Regionen Südosten und Süden und der Bundesdistrikt;

- Zone 2: Bundesstaaten Mato Grosso und Mato Grosso do Sul (z.B. Pantanal) im Mittelwesten;

- Zone 3: Regionen Norden und Nordosten.

- Zone 4: Bundesstaat Acre im Norden.

Zollbestimmungen

Es wird im Flugzeug, bei einer brasilianischen Fluggesellschaft (Varig, TAM und Gol) oder von der brasilianischen Regierung informiert (s. oben diplomatische Vertretungen).

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