„Der Wasserweg“ – im Land der gelben Kirschen

Brasilien hat mehr zu bieten als die üblichen Touristen-Attraktionen. Bekannt ist das Riesenland mit seiner 8000 Kilometer langen, wunderschönen Südatlantik-Küste aber vor allem für seine Fußballer, den Amazonas-Regenwald mit der größten Artenvielfalt der Erde – und seine Kaffeeproduktion, die über 30% des gesamten Weltbedarfs deckt und aus dem Landesinneren Brasiliens kommt. Besonders die Bundesstaaten Minas Gerais und São Paulo im Südosten des Landes, und Paraná im Süden, tragen dazu bei, dass Brasilien als Kaffeeproduzent weit an der Spitze liegt.

Der Circuito das Águas – der Wasserweg – umfasst die Bäderregion im durchschnittlich 1000 m hoch gelegenen Grenzgebiet zwischen den Bundesstaaten Minas Gerais und São Paulo, genau dort, wo der Kaffee herkommt. Hier treten an einigen Stellen radioaktive Quellen zutage. Neben dem Badebetrieb der bekannten Poços de Caldas, São Lourenço, Serra Negra und Águas de Lindóia, kann man dort auch die schöne Landschaft der "Serras" auf sich wirken lassen und eine Reise ins Land der gelben Kirschen – in den Herkunftsort der Kaffeesorte Bourbon Amarelo –  unternehmen.

Die Gebirgskette Serra da Mantiqueira zieht sich durch den brasilianischen Bundesstaat São Paulo bis ins benachbarte Minas Gerais. Die Berge erreichen im Durchschnitt eine Höhe von 1000 bis 1200 Metern, mit Spitzen bis zu knapp 2900 Metern. Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt 1800 Millimeter, die Durchschnittstemperatur 18 Grad Celsius, wobei im Winter man doch mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt rechnen sollte. In einer dieser Regionen,  zwischen den Städten Poços de Caldas in Minas Gerais und São Sebastião in São Paulo, hat Nespresso den Bourbon Amarelo für seine Limited Edition 2006 entdeckt.

Entdecken Sie auch noch diese Ecke Brasiliens, die Sie sonst vielleicht nie zu Gesicht bekommen würden und vergessen Sie definitiv die Idee, dass Brasilien das Land des Karnevals, Fußballs und der schönen Strände ist.

Poços de Caldas: Die große Kur- und Bäderstadt (113.000 Einwohner) liegt im südlichen Teil des Bundesstaates Minas Gerais und ist für ihre alkalischen, eisenhaltigen, radioaktiven und schwefelhaltigen Heilquellen bekannt. Die Stadt bietet eine gute Lebensqualität und für ihre Größe viele weitere Attraktionen. Poços de Caldas ist direkt auf einem Vulkankrater entstanden und ist auch für ihre Uranreserven bekannt. Webseite: www.pocosdecaldas.mg.gov.br

Caldas: 32 km südöstlich von Poços de Caldas liegt der Kurort Caldas (13.000 Einwohner). Noch im Süden von Minas Gerais sind die berühmten Kurorte São Lourenço und Caxambu sowie die „Hauptstadt der Stickerei“ Monte Sião zu erreichen.

Vila Monte Verde: Der idyllische Ort (3.000 Einwohner) befindet sich auch in Minas Gerais, ist von hohen Bergen und Nadelwälder umgeben und wurde einem Schweizerdorf nachempfunden. Das Dorf lebt vor allem vom Tourismus, die Infrastruktur ist gut. Im Winter sinken die Temperaturen nachts oft unter den Gefrierpunkt. Webseite: www.guiamonteverde.com.br

Santo Antônio do Pinhal: Das Städtchen liegt auf der Serra da Mantiqueira, einem Vulkanmassiv, dass östlich von São Paulo beginnt und sich bis in den Südteil des benachbarten Bundesstaates Minas Gerais erstreckt. Viele der Hotels hier wurden so angelegt, damit sie eine atemberaubende Aussicht von den stillen Bergen anbieten.

Campos do Jordão: Nur 14 Kilometer bergauf von Santo Antônio do Pinhal entfernt liegt der Luftkurort Campos do Jordão. Die Stadt wurde wegen ihres milden Klimas bald die “brasilianische Schweiz” genannt. Im Winter können die Temperaturen nachts unter den Gefrierpunkt sinken. Einige der Hotels tragen europäische Namen und sind sehr luxuriös. Die Stadt mit ihren ca. 50.000 Einwohnern gleicht stark einem Schweizer Alpendorf und bietet den Touristen verschiedene Attraktionen. Sie liegt 1628 m hoch inmitten der von Nadelwäldern überzogenen Gebirgslandschaft der Serra da Mantiqueira. Webseite: www.camposdojordao.com.br

Serra Negra und Águas de Lindóia: Das Kurstädtchen im Bundesstaat São Paulo (24.000 Einwohner) liegt auf 927 m Höhe und ist für seine Heilquellen zur Behandlung von Blasen- und Leberentzündungen, Nierensteinen und Rheuma bekannt. Nicht so weit von Serra Negra entfernt liegt das Städtchen Águas de Lindóia, ein Kurbad in einer bewaldeten Landschaft eingebettet. Webseite: www.aguasdelindoia.com.br

Socorro: Ein Stopp im Kur- und Bäderstädtchen Socorro (745 m) lohnt sich immer für Abenteuerlustige. Das Städtchen liegt etwa 30 km von Águas de Lindóia und ist ein Freizeit-Eldorado für Erwachsene und Kinder. In der Umgebung von Socorro können viele Sportarten ausgeübt werden, beispielsweise Rafting, Reitausflüge, Drachenfliegen, Fallschirmspringen, Mountainbiking und vieles mehr. Webseite: www.socorro.tur.br

Águas de São Pedro: Das Kurstädtchen ist für seine Quellen zur Behandlung allerlei innerer Beschwerden bekannt, und die knapp 2.000 Einwohner genießen einen sehr hohen Lebensstandard. Webseite: www.guiadoturista.com.br.